Daten und Fakten
Die Ernährungsindustrie hat mit rund 5.900 Unternehmen im Jahr 2010 knapp 150 Mrd. Euro Umsatz erzielt und ist damit der viertgrößte deutsche Industriezweig. Mit ihren ca. 544.000 Beschäftigten zählt sie zudem zu den größten Arbeitgebern Deutschlands.
Damit konnte die Ernährungsindustrie ihre Konjunkturdaten trotz allgemeiner Wirtschaftskrise noch steigern. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 lag der Umsatz bei knapp 148 Mrd. Euro, die von rund 5.800 Unternehmen erwirtschaftet wurden. Die Anzahl der Beschäftigten lag bei ca. 536.000. Damit erwies sich die Ernährungsindustrie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als stabiler und zukunftsträchtiger Wirtschaftsfaktor und als sicherer Arbeitgeber für die Beschäftigten.
Ein Grund für die steigenden Konjunkturdaten ist unter anderem der hohe Exportanteil der Branche. Das Prädikat „Made in Germany“ wird auch im Lebensmittelbereich immer stärker als Gütesiegel wahrgenommen. So wurden im Jahr 2010 ca. 29% des Gesamtumsatzes im Ausland erzielt. Im Jahr 2009 lag die Quote noch bei 26,5%.
Die Ernährungsindustrie zeichnet sich durch sehr unterschiedliche und vielschichtige Produktionsverfahren aus. Diese beginnen bei der Produktion von festen und flüssigen Produkten, gehen über die Verarbeitung unterschiedlicher Rohstoffe und reichen bis zu den Verpackungsanforderungen des Endproduktes.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zählen folgende Branchen zu den wichtigsten der Ernährungsindustrie, gemessen an ihrem Anteil am Gesamtumsatz des Industriezweiges im Jahr 2010:
Diese Unterteilung in zahlreiche Branchen findet ihre Fortsetzung in der Tarifpolitik. So schließen die Verbände der Ernährungsindustrie jedes Jahr ca. 150 verschiedene Manteltarifverträge, Entgeltrahmentarifverträge, Lohn-, Gehalts- bzw. Entgelttarifverträge und weitere Tarifverträge für ihre Branche ab.


