Die ANG

Die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG) wurde im Jahr 1977 in Bad Godesberg gegründet und geht zurück auf den Arbeitgeberring Nahrung und Genuß aus dem Gründungsjahr 1949. Sie ist der sozialpolitische Spitzenverband der Deutschen Ernährungsindustrie und als Verbändeverband deren Dachverband. Der ANG sind die neun Landesverbände der Ernährungsindustrie und derzeit vier Fachverbände angeschlossen. Die Ernährungsindustrie umfasst hierbei von KMU bis hin zum internationalen Großkonzern alle Hersteller und Verarbeiter von Genuss- und Lebensmitteln in Deutschland. Die Klassifikation der Wirtschaftszweige nach dem Statistischen Bundesamt finden sie hier.

Die ANG vertritt die sozialpolitischen Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Institutionen, Medien und der Öffentlichkeit auf nationaler und europäischer Ebene. Eine Neuausrichtung der ANG folgte seit November 2011 - zunächst über eine Neubesetzung des Ehrenamtes, gefolgt von einer neuen Geschäftsführung. Brigitte Faust führt seit dem die ANG als Präsidentin. Sitz der ANG ist seit 2012 München.

Anders als in allen anderen (industriellen) Branchen werden in der Ernährungsindustrie jedes Jahr hunderte von Tarifverträgen in den einzelnen Regionen und Sektoren der Branche abgeschlossen und neu verhandelt, vgl. Kapitel Tarifverträge der Rubrik Fakten. Es gibt keinen anderen Wirtschaftsbereich in Deutschland, der eine solch differenzierte Tarifpolitik betreibt.

Dabei ist die ANG selbst nicht Tarifpartner der Gewerkschaft, sondern die Tarifhoheit liegt bei den Landes- und Fachverbänden. In ihrer Rolle als Dienstleister nach Innen und Sprachrohr nach Außen steht die ANG im ständigen Dialog mit ihren Mitgliedern, Wirtschaftsvertretern, den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, Gewerkschaften, Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie den Medien. So vertritt u.a. ANG-Präsidentin Brigitte Faust die Branche im Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Die Aufgaben und Herausforderungen der ANG passen sich fortlaufend den aktuellen sozialpolitischen und tarifpolitischen Entwicklungen an. Es gilt die sozialpolitischen Rahmenbedingungen der Unternehmen der Ernährungsindustrie optimal und zukunftssicher zu gestalten.