Die Ernährungs- und Genussmittelindustrie

Die Ernährungs- und Genussmittelindustrie in Deutschland ist mittelständisch geprägt: Ganze 92 Prozent sind kleine und mittlere Unternehmen mit jeweils 10 bis 250 Beschäftigten. Trotzdem ist die Branche mit insgesamt über 600.000 Beschäftigten in rund 6.000 Betrieben der viertgrößte Industriezweig in Deutschland. Mit einem Umsatz von 191 Mrd. Euro in 2017 ist sie ein Garant für Stabilität, Wohlstand und Beschäftigung – insbesondere im ländlichen Raum und nimmt eine führende Rolle in Europa ein.

Viele Unternehmen sind heute noch traditionsreiche Familienunternehmen und gleichzeitig international erfolgreiche Hersteller deutscher Spezialitäten, die eng mit ihrem Standort verbunden sind. Wichtige Teilbranchen der Ernährungsindustrie- und Genussmittelindustrie sind die Fleisch- und Fleischwarenindustrie, die Milchindustrie, die Süß- und Backwarenindustrie, die Herstellung von nicht-alkoholischen und alkoholischen Getränken, die Verarbeitung von Obst- und Gemüse und auch die tabakverarbeitende Industrie.

Mit über 170.000 verschiedenen Produkten und jährlich 40.000 neuen Angeboten ist die Ernährungsindustrie extrem innovationsfreudig. Auch die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig: Neben den ernährungstypischen Berufen gehören auch kaufmännische und technische Berufe zum Portfolio der Tätigkeitsbereiche. Darüber hinaus ermöglicht die Digitalisierung eine zunehmende Integration der Wertschöpfungsketten der Branche – innerhalb sowie zwischen den Unternehmen und Zulieferern – und vergrößert die Einsatzmöglichkeiten der Beschäftigten innerhalb der Food Value Chain. Nicht zuletzt machen die steigenden Exportzahlen der Ernährungsindustrie - mit einem Rekordausfuhrwert von knapp 60 Milliarden Euro in 2017 - die Branche zu einem attraktiven Arbeitgeber.

In der Rubrik Karriere finden Interessierte, Auszubildende und Beschäftigte Informationen rund um das Thema Ausbildung, die entsprechenden Ausbildungsberufe sowie Angebote verschiedener Ausbildungsbörsen. Darüber hinaus gibt es in der Rubrik Studium Links zu passenden Studiengängen, Praktika und Traineeprogrammen. Beschäftigte der Branche können sich Informationen zu Weiterbildung und den passenden Fördermöglichkeiten holen. Ihnen stehen zudem mehrere Jobbörsen zur Verfügung. Der zweite Teil der Rubrik richtet sich an interessierte Betriebe, die sich über Unterstützungsmöglichkeiten bei Aus- und Weiterbildung sowie der Umsetzung von Digitalisierung und Arbeiten 4.0 informieren möchten. Eine Checkliste für Unternehmen zeigt zentrale Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel auf.