ANG bei Business Talk der BA

Tarifvertrag für Fleischwirtschaft ist da

Gemeinsame Erklärung

13.01.2014 - Berlin/München: Zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und dem Bundesverband, der Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG) konnte eine Einigung über die Eckpunkte eines Mindestlohntarifvertrages für die Fleischwirtschaft herbeigeführt werden. Das gaben der Verhandlungsführer der NGG, Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der NGG, und Valerie Holsboer, Hauptgeschäftsführerin der ANG, am 13. Januar 2013 in Berlin, bzw. München bekannt.

NGG und ANG hatten sich entschlossen in vertraulichen Gesprächen die Möglichkeit einer Einigung zu erörtern, nachdem die Verhandlungen unter Federführung eines Landesverbandes der ANG am 17. Dezember 2013 ergebnislos beendet wurden. So konnte insbesondere über die Vertragslaufzeit und über unterschiedliche Regelungen für Beschäftige in Ost und West keine Einigung erzielt werden.

Mit dem gemeinsamen Ziel eines Tarifabschlusses der sowohl die Interessen der Beschäftigen, als auch die der in die Kritik geratenen Fleischwirtschaft berücksichtigt, konnte eine Lösung zwischen NGG und ANG erarbeitet werden.

Die wesentlichen Ergebnisse sind:

  • Keine Differenzierung des Mindestlohnes nach Ost und West
  • Eine Stufenlösung über die Höhe des Mindestlohnes innerhalb der
  • Tarifvertragslaufzeit bis 31. Dezember 2017 brutto pro Stunde:

- 01.07.2014:              7,75 Euro

- 01.12.2014:              8,00 Euro

- 01.10.2015:              8,60 Euro

- 01.12.2016:              8,75 Euro

 

  • Eine Verhandlungsverpflichtung ab 1. Juli 2017
  •  
  • Voraussetzung ist die Aufnahme der Branche in das
  • Entsendegesetz/Allgemeinverbindlichkeitserklärung.

Wird der jetzt vereinbarte Mindestlohn, wie von der Bundesregierung angekündigt, für allgemeingültig erklärt, gilt er für alle etwa 80.000 Beschäftigten in der deutschen Fleischwirtschaft. Darunter fallen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Betrieben der Fleischverarbeitung, in Schlachtbetrieben und der Geflügelverarbeitung, unabhängig davon, ob Sie zur Stammbelegschaft gehören oder über einen Werk- oder Dienstvertrag eingesetzt sind.

Michaela Rosenberger, Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, erklärte zu dem Verhandlungsergebnis: „Auf Arbeitgeberseite hat sich die Vernunft durchgesetzt und es wurde der Wert einer zügig umsetzbaren tarifvertraglichen Lösung in der Fleischwirtschaft anerkannt. Dank gilt der Präsidentin der ANG, Frau Faust, und der Geschäftsführerin Valerie Holsboer, die wohl maßgeblich an diesem Umdenkprozess mitgewirkt haben.“

ANG-Präsidentin Brigitte Faust: „Ich danke Frau Rosenberger dafür, dass sie sich im Dezember 2013 so nachhaltig dafür eingesetzt hat, mit meiner Geschäftsführerin Valerie Holsboer eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Das Ergebnis ist ein für beide Seiten tragbarer und zukunftsorientierter Vertrag.“

Heute, am 14. Januar 2014, 11.00 Uhr, haben Verhandlungsführer Claus-Harald Güster (NGG), und  Valerie Holsboer (ANG) im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz die Verhandlungsergebnisse im Detail vorgestellt und ausführlich bewertet

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