Tarifpolitik

 

Differenzierte Tariflandschaft

Keine andere Branche hat eine derart differenzierte Tariflandschaft, wie die Ernährungsindustrie. Über 2.000 Tarifverträge - darunter Flächen- und Haustarifverträge - regeln die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten dieser Branche. Die Flächentarifverträge werden von den ANG-Landesverbänden bzw. von Fachverbänden verhandelt und abgeschlossen. Diese unterstützen ebenfalls die Verhandlungen von Haustarifverträgen für deren Mitgliedsunternehmen.

Tarifpartner ist die Gewerkschaft Nahrung Genuss und Gaststätten NGG. Die Tarifverträge sind hierbei den jeweiligen Gegebenheiten der Region, des Unternehmens bzw. der Sparte maßgeschneidert. Entsprechend unterschiedlich sind die Regelungen der Entgelt- und Manteltarifverträge. ANG-Mitglieder werden tagesaktuell über das Tarifgeschehen informiert und haben damit einen optimalen Überblick über Verhandlungsstände und Neuabschlüsse.

 


Tarifbindung

Seit 1996 werden vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit dem IAB-Betriebspanel sowohl für West- als auch für Ostdeutschland jährlich Informationen zur Tarifbindung (und zur betrieblichen Interessenvertretung) über alle Wirtschaftszweige und Größenklassen hinweg erhoben. Die aktuellen Ergebnisse beruhen auf Angaben von rund 15.500 Betrieben in beiden Landesteilen.

Insgesamt ist die Tarifbindung in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie bei Beschäftigten und Betrieben im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittlich hoch. Bei den Ergebnissen ist zu beachten, dass Handwerk und Industrie gemeinsam betrachtet werden und Betriebe ab einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gezählt werden.

 

Quelle: IAB-Betriebspanel 2017
Quelle: IAB-Betriebspanel 2017